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Tross - Schiff Angeln

oder auch Versorgungsschiff der Deutschen Bundesmarine , genannt °

 

 

 

 

 

 

Eine von vielen Geschichten und  Erlebnissen aus meiner Marinezeit

Anno 1963 - 1967

 

 

Da ich damals über die vielen Reisen ein kleines Tagebuch führte,

gibt es die ein oder andere Geschichte, die ich vor 45 Jahren erlebte.

 

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Außerdem war die Seefahrt für mich ein 4 jähriges Abenteuer ,

das ich unter anderem mit noch 250 gut erhaltenen Dias fotografisch festhalten konnte.

 

Hier meine Geschichte.

 

In jener Zeit wurde ich auf das Trossschiff Angeln der Deutschen Bundesmarine , abkommandiert.

Zwei Jahre lang und das von 1965 -1967  habe ich auf diesem Schiff und mit dieser Besatzung auf den vielen Reisen ,

ein Erlebnis nach dem anderen , mit heim nehmen können.

 

 

Meine 1. Strafe !

 

 

Es war ein herrlicher Tag. 30 Grad ,die Sonne schien kräftig und der Atlantische Ozean meinte es recht gut mit uns.

Ruhige See , lange Dünen , Seemann ,was willst du noch mehr ,dachte ich so bei mir !

Ich hatte keinen Wachdienst , Freizeit war angesagt. Aber ...doch  nicht so ganz.

 

unser Smarting ( die semännische Nr.1 ) meinte , wir sollten doch das Schiff ein bisschen pönen.

Daheim nennen wir das streichen ,Farbe streichen. Die Freiwache sollte das machen.

Klar machen wir.

Zwischendurch die ein oder andere Kaffeepause ,bis das Mittagessen nahte und wir zum Essen gebeten wurden.

 

 

 

 

 

 

Der klein braun gebrannte Kerl da vorne   , das bin ich .

Wir spielen " MAU - MAU " ha,ha,ha .... mitten auf dem Atlantik. Unter uns 5000 m Tiefe.

 

 

 

Nach dem Essen ruhen wir uns normalerweise ein Stündchen auf der Koje aus.

Nun , auf dem Schiff ist das möglich , wir sind schließlich auf dem Ozean und haben keine Ausweichmöglichkeiten.

Schei..................... heute viel unser Mittagsschlaf aus................ Warum ?

 

 

 

 

 

Diese Ablichtungen sind 50 Jahre alt.

Neben mir sitzt unser Oberbootsmann. Der konnte eine ganze Kiste von diesen kleinen  Fläschen für sich alleine trinken,

 

 

Bei uns an Bord gibt es einen Seemann mit Namen :

 

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 Loddel ,  der in der  Piek ( das ist die Deckslast  vorn am BUG ) , arbeitete und für diese auch zuständig war.

Wir sind ausgebildete Seeleute , und arbeiten recht vielseitig als Funker , Signalgast , Versorger , oder auch Brückengast.

Verbunden mit Rudergänger und Maschienentelegraf.

 

Vergleichbar ein Schiff steuern und die Gänge einlegen ,einfacher ausgedrückt , lach ........

 

An der Verständigung ,das wir recht oft Durst hatten ,

sollte es nie liegen.

 

Geheimnisvoll öffnete Loddel aus seinem Versteck in der Piekslast ein Fläschen Brandwein ,den sogenannten Dreistern ,

oder auch Seemannstod , genannt.

Dieser wurde dann  mit Brause verdünnt und wir plauderten aus alten Seemannszeiten. Dabei waren wir doch noch recht jung

mit 23 Jahren hatte ich aber trotzdem schon 2 Jahre praktisch und theoretische Erfahrung sammeln können.

 

Außerdem waren heute der 5000 m Lauf auf dem Schiffsdeck angesagt. wer sich so etwas einfallen lassen kann ,irre !

 

Loddel durfte eigentlich überhaupt keinen Alkohl trinken ,denn er hatte Dienst quasi Anwesenheitswache.

Ich mochte durch den leckeren alkoholischen Tropfen erst recht keinen Sport machen  und erklärte dem wachhabenen offizier ,

das noch eine Menge Reparaturarbeiten an Bord vorliegen und diese erst durchgeführt werden müssen.

 

Er gab sich mit meiner Antwort zufrieden und ich war vom Sport befreit.

Da haben wir uns mit dem Dreistern weiter beschäftigt , hi,hi,hi .........

 

Zu jener Zeit ,hatte ich die Schlüsselgewalt über die Bordkantine. Ohhhhhhhhh , das war ein großer Fehler im 

Führungsstab , der mir zum Verhängnis wurde.

 

 

 

 

 

 

Die Highline - Verbindung hat stattgefunden

und nun wird unser Versorgungsschiff mit Sprit beladen !

 

 

 

Mit der Zeit vergrößerte sich der  Kreis der Freiwache und ja , was habe ich getan , ab zur Bordkantine und Nachschub geholt.

Das ging in den Pützen ( Eimern ) recht gut und unauffällig ! Getarntes Arbeitsmaterial.

Wir hatten eine menge Spaß und ich dachte schon mit Sehnsucht an meine Koje ( mein Bett ) na ja ,

jetzt so einen kleinen Rausch auszuschlafen , wäre nicht verkehrt!

 

 

 

 

Diese Schlauchzufuhr  ist die Verbindung zu unseren Tanks ,

dort wo der Sprit gelagert wird.

 

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Plötzlich ein Schrei des Bootsmann der Wache .

 

Leute ,  Tankerschiff OTTO kommt längsseits.

 

Nehmt die Leinen wahr , boahhhhhhhhhhhhhhh , das war mein Tod.

Wir sind ein reines Versorgungsschidd der Deutschen Bundesmarine und im Manöver waren wir stets " stanby für alle Schiffe ,

die dem Geschwader angehörten. Darunter auch ,  das Tankschiff Otto.

 

Der Bootsmann schockte mich , wies mich für die Backbordseite ein ,wo ich nun die Leine am Bug wahrnehmen sollte.

Die Wurfleine der Otto - Leute.

Oh mein Gott , war mir schlecht ,das halte ich unbemerkt nicht durch.

 

Tankschiff Otto fuhr nun ca.50 m paralell längsseits und die Leine kam , aber ohne ,das ich reagierte.

Mein Gott , da kam doch was angeflogen ,ohhhhhhhhhh ,wo ist sie denn , die Leine ?

 

Ein zweiter Versuch.

ich setzte mich ausgerechnet auf den Podder , anstatt rüber zuschauen , wohin die Wurfleine von Otto landen wird.

Da mein Gehirn aussetzte,habe ich auch ein 2. Mal die Leine verpasst ,peinlich ,oh wie peinlich

Und was nu ! Im dritten Versuch  bekam ich Hilfestellung was dann auch funktionierte-

 

Hinter mir eine Messer - scharfe Stimme,

die mich aufschrecken ließ.

 

 

 

 

 

So nahe fahren wir beieinander.

 

 

Die Wurfleine kommt von drüben , einer von uns wird sie auffangen.

Die Schlinge geht über den Podder un dann ziehen wir das Tau an Bord über einen zweiten Podder und der Abstand wird reguliert.

Vor allem muß der Rudergänger einen perfekten Kurs fahren ,mit Fingerspitzengefühl und bloß keine riskanten  Abweichungen.

 

Denn mit den Tauen werden gleichzeitig die Schläuche rüber gehievt zum Verschluß transportiert und los geht die Spritversorgung !

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie hier bei diesem Foto

 

wo der Tanker an Steuerbord und Backbord gleichzeitig beide Kriegsschiffe

" Zerstörer "  ... mit Sprit versorgt !

 

 

Fortsetzung siehe hier , unten

...........................

 

 

Obergefreiter Pappers , ach dachte ich du Schei.... jetzt bist reif.

sie haben den dienstlichen Befehl ,ihren Rausch auszuschlafen. Punkt !

Was ich auch tat ,denn es war wirklich von Nöten. Ach ,Loddel übrigens auch. Der hatte ebenfalls die Hacken voll. 

 

Am nächsten Tag stand ich in 1. Geige auf dem roten Teppich des Kapitän und holte mir meine Strafe ab.

Diesmal waren es nur 50 DM. die anderen Strafen wurden etwas teuerer , ha,ha,ha ....................

 

Was für ein  Glück das ich mich nicht weiter verpflichtete hatte , als diese 4 Jahre reichten.

Drei Strafen , ja , die hatten mir gereicht.

Und einen dicken Balken in meinen Papieren wollte ich bei Gott nicht mit heim nehmen.

 

Das heißt dann zum Schluß unehrenhaft entlassen.

Ich habe manchen Seemann vorzeitig über die Stelling mit seinem Rucksack  gehen sehn,

mir sollte das nicht passieren ,hat es auch nicht !

 

 

 

 

 

 

Was habe ich daraus gelernt :

 

Meine Eigenständigkeit gefestigt , später weitaus mehr Verantwortung getragen und mein Selbstbewußtsein gestärkt.

 

Es läuft nicht  ALLES in deinem Leben so wie es deiner Vorstellung entspricht , zumindest nicht in den jungen Jahren ,

wo dir so viele Freiheiten zukommen.

Du lernst mit der Zeit ,das Maß an Verantwortung und Bereitschaft , anderen gegenüber.

 

Ich sage nur , diese 4 Jahre haben mir den Rücken gestärkt und mein Selbstbewußtsein

hat Früchte getragen.

 

... der Toni !

 

 

 

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 BUNDESMARINE  ...  1963 - 1967

 

 

 

 

 

Ich bin von Usern gebeten worden  , die ebenfalls weitaus mehr Jahre auf hoher See verbracht haben als ich, doch auf meiner Hompage eine Bilder - Galerie über meine Bundesmarienzeit ,  von Anno 1963 - 1967 auszustellen.

Da ich damals  auf hoher See gefahren bin,da wären der Atlantik ,das Mittelmeer , die Ostsee , die Nordsee , wurde mir in den Anlegehäfen der jeweiligen Länder/Städte,VIELES an Kulturgütern angeboten , das ich fotografisch  festhalten konnte.

In Maierwik/Glücksburg , 10 km von Flensburg entfernt ,  habe ich meine Grundausbildung gemacht , in Neustadt /  Holstein bekam ich mein erstens Kommando ... Schnellboot Häher des 5. Schnellboot - Geschwader  , Anno 1963 und später wurde ich auf Trossschiff Angeln versetzt. Ein ehemaliger französischer Leichentransporter .......den die Deutsche Bundesmarine   nach den Kriegswirren für wenig Geld ersteigerte und daraus ein top Versorgungsschiff bauten.

 

Was habe ich diesen Dampfer , was habe ich dieses Versorgungsschiff geliebt. 2 Jahre habe ich darauf verbracht und gelebt und fast gestorben , aber immer wieder aufgestanden ,da wir daran glaubten , das Schiff mit einer 90 Grad Schlagseite im atlantischen Ozean bei Windstärke 12 und 15 m hohen Wellen , meine Bilder sind Zeitzeugen jener orkan artigen Nächte , wo wir dann zusätzlich noch , 24 Stunden quer zur See fuhren. das kann nicht untergehen.

 

 

 

 

 

Ich habe gebetet und gezittert und darüber nachgedacht , wie kurz doch ein Leben sein kann,wenn die Natur es so will.Doch heute bin ich hier um  darüber zu berichten,wie schön die Seefahrt auf der einen Seite sein kann  und wie schnell ein Leben oder mehrere  ausgelöscht  werden.

Meine  Dokumente sind noch  in gutem Zustand. 250 Dias , deren Erlebnisse vielsagend das ausdrücken,  was für mich in wertvoller Erinnerung bleibt. Rückblickend habe ich auch sehr viel  dazu  gelernt ,auch mit dem Alkohol umgehen zu können , das war nicht einfach.

 

Es war der 1. April 1963  , es werden in diesem Jahr ,rückwirkend  49 Jahre ,  seit  ich damals die Laufbahn als Bundes - Mariner , dann  in die Fußstapfen eines Seemann  ( Matrosen ), die seemännische Laufbahn begann. Ich sehe mich heute noch ... es war im Spätnachmittag , als ich in Maierwik/Glücksburg  ankam.Kalt und nass und in Meierwik lag noch Schnee ,schlimm genug dachte ich . Für mich war Meierwik die Endstation ,nichts ging mehr..............Sackgasse.

Der nächste Schock kam am nächsten Tag. In der Kantine mußte ich meinen Einstand geben und erlebte ein alkoholisches Fiasko. Nach einer Flasche Bier habe ich das Zeitliche gesegnet,ja ihr lest richtig,ich war besoffen und das zum ersten Mal in meinem Leben und ................. ich war 21 Jahre alt, volljährig. 

 

 

 

 

Warum ich besoffen war ?

Ich habe bis zu jenem Zeitpunkt nie Alkohol angerührt,also nie Alkohol getrunken und nun war es soweit. Zwei Kameraden packten mich links und rechts unter die Arme und es ging in die warme Stube , ab ins Bett , Rausch ausschlafen.

Mein Gott , dachte ich am anderen Morgen , was gibt das bloß die nächsten 4 Jahre , denn ich habe mich von der Verpflichtung  ( 1 1/2 Jahre Wehrpflicht  ) entbunden  und  die Quote 4 Jahre freiwillige Marinezeit gewählt. Alleine schon aus finaziellen Gründen. Als Wehrpflichtiger hätte ich damals 60 DM im Monat bekommen , so bekam ich 480 DM und ... Auslandszulage , Bordzulage ,Abwesenheitszulage ( wenn man vom Heimathafen auslief und mehrere Tage oder Wochen auf See blieb ) kamen diese Prämien - Kategorien dazu.

Nun lernte ich mein neues Zuhause kennen und es war beileibe kein Zuckerschlecken , denn die Grundausbildung war auch für die Matrosen , knallhart. Zu dem Zeitpunkt dachte ich noch an kein Schiffs - Kommando , da mußte ich noch über den Boden robben und den Schlamm schlürfen und lernte das Auf und Nieder und die Liegestützen ,die mir heute im Combatkurs zugute kommen  , ha,ha,ha ! Aber , auch diese Zeit ging vorüber und ich darf nicht vergessen,das es auch sehr viele schöne Tage in der Grundausbildung gab,wo wir Kurzreisen unternahmen , Besichtugungen , z.B. das Marine - Ehrendenkmal  " LABOE " in Kiel. Da schnupperte ich den kommenden Zeitgeist meiner Abkommandierung auf das Versorgungsschiff Angeln. Zu diesem Zeitpunkt des Besuches in Kiel hatte ich noch keine Ahnung , das ich irgendwann mal hier landete. Vorerst kam noch das Schnellboot Häher dran.Aber Eins nach dem Anderen. Denn erst mußte die Grundausbildung absolviert werden , aber da stecke ich ja mitten drin.

Ich vergesse nie diese Episode,die mich fast hätte ausflippen lassen , oder sogar vor der Entlassung aus der Bundesmarine gestanden hätte. Unser Gruppenführer war einfach gesagt ein Drecksack der  seine Macht ausnutzte und uns Matrosen das Schleifen lernte. Er genoss diese für mich ausgedrückt , seine Charakterschwäche als boshaftes Mittel uns dermaßen zu erniedrigen  , das sich manch einer von uns wünschte, ihn tot zu sehen. Auf einem der Märsche natürlich mit Gepäck zwang er uns wieder mal in die Knie , das machte er unentwegt. Und in jenem Moment als er mir den Rücken zukehrte ,  erhob ich das G3 und wollte ihm eins über den Schädel geben.Mein Nachbar griff mir in den Armwinkel und ............... alles war vorbei.Jetzt erst überlegte ich , was ich tun wollte und erinnerte mich , der Vernunft,denn wie sagte man mir stets,da mußt du mit umgehen können , denn es sind ja nur drei Monate. Leichter gesagt als getan. Vorweg , so ein Vorfall hat es in den 4 Jahren Marinezeit nie mehr gegeben.

 

 

 

http://www.tonissportografie.com/galerie332952.html

 

 

 

 
 

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Fortsetzung folgt .............................................

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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